BI wehrt sich gegen Vorwürfe aus dem Neuhöfer Rathaus

In der Ausgabe der Fuldaer Zeitung (FZ) vom 29.07.2017 nehmen Bürgermeister Heiko Stolz und der Erste Beigeordnete Franz Josef Adam in einem Interview mit der FZ Stellung zu den verschiedenen Trassenvarianten der geplanten Schnellbahntrasse von Gelnhausen nach Fulda.

„Alles, was gerade passiert, kann man als Säbelrassen bezeichnen“, so Adam. In diesem Zusammenhang wirft er der BI Kalbach vor, sie mache es sich relativ einfach. Sie sage: wenn die Trasse nach Neuhof komme, kriegen die einen ordentlichen Lärmschutz. Damit hätten die Kalbacher das Problem lediglich weggeschoben und nicht an einer Lösung mitgearbeitet.

Bürgermeister Stolz ergänzt: eine Variante zu fordern, die das Ganze zu den nachbarschaftlichen Freunden schiebt, sei schlechter Stil.

Gegen die Aussage verwahren sich die Vorstandsmitglieder der Bürgerinitiative Brähler und Kaib mit einer Stellungnahme, die sie der FZ zugeleitet haben. In der Ausgabe am 03.08.2017 hat die FZ diese in wesentlichen Punkten wiedergegeben.

Hierzu ist noch Folgendes zu ergänzen:

Bürgermeister Stolz stellt fest: „Nicht wer am lautesten schreit, der kriegt Recht, sondern wer die Fakten, die Argumente auf seiner Seite hat“. Hier hat Heiko Stolz völlig Recht. Fakt ist nämlich, dass der bestehende und alle planenden Stellen bindende Regionalplan Nordhessen 2009 den Ausbau der Bestandsstrecke vorsieht. Nichts anderes vertritt die Kalbacher BI. Den Regionalplan ignoriert allerdings Heiko Stolz.

Beide Neuhöfer Kommunalpolitiker werfen der Kalbacher BI vor, den Ausbau der Bestandsstrecke (in Übereinstimmung mit geltendem Recht) zu favorisieren, sie sprechen sich später aber auch für den Bau der Trasse IV aus, die Kalbach in besonderer Weise belastet.

Wir denken, wäre das dann auch schlechter Stil?

Diese Aussage überrascht zudem, haben doch die Bürgermeister des südlichen Landkreises Fulda verabredet, sich für keine der möglichen Trassenvarianten auszusprechen.

Die Absprache gilt nun offensichtlich nicht mehr!

Die Vertreter der Kalbacher BI haben bisher stets eine offene und sachliche Argumentation auf der Grundlage des geltenden Rechts in Sachen Schnellbahntrasse geführt. Die Verantwortlichen werden dies auch in Zukunft tun und dabei die Interessen der Kalbacher vertreten, insbesondere für die Menschen in Niederkalbach, Mittelkalbach und Oberkalbach eintreten, die in besonderer Weise von den Planungen der Deutschen Bahn betroffen sein können.

Wir denken, das ist legitim, verantwortungsvoll und guter Stil.

 

Unsere Stellungnahme gegenüber der Fuldaer Zeitung zu dem Zeitungsbericht „Alles, was gerade passiert, ist Säbelrasseln“ im Original:

Stellungnahme

Lesen Sie auch die Berichte aus der Fuldaer Zeitung:

2017-08-03: Fuldaer Zeitung „Wir folgen den Vorgaben des Regionalplans“

2017-07-29: Fuldaer Zeitung: „Alles, was gerade passiert, ist Säbelrasseln“

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