Vertreter der Gemeinde Kalbach und der Bürgerinitiative gegen eine weitere Bahntrasse treffen Bundespolitiker

Auf Initiative unseres Bürgermeisters (BGM) Florian Hölzer fand am Montag, den 14.11.2016 im Rathaus in Mittelkalbach mit dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Bundestages, Martin Burkert (SPD) und der Bundestagsabgeordneten Birgit Kömpel (SPD), ein Informations- und Meinungsaustausch statt.

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Weitere Teilnehmer waren die Fraktionsvorsitzenden der Gemeindevertretung Gerhard Müller (SPD), Martin Müller (BfK) und Stefan Burkard (CDU). Aus Flieden erschien nach Einladung von Birgit Kömpel, Alt-Bürgermeister und Kreisausschussmitglied Winfried Kress.

Nach Begrüßung durch BGM Hölzer führte der Bauamtsleiter Herr Matthias Goldbach in die Thematik „Schnellbahn-Trassenplanung durch Kalbach“ ein.

Jakob Brähler erläuterte im Folgenden, warum eine weitere Bahntrasse durch Kalbach für die Gemeinde nicht hinnehmbar sei. Neben den bereits bestehenden Belastungen durch die beiden Bahntrassen, die A66 und A7, Ausbau der Tank- und Rastanlage in Uttrichshausen bis an den Ortsrand ohne ausreichenden Lärmschutz, Mülldeponie, die anstehenden Maßnahmen beim SüdLink, Starkstromtrasse, Windkraft würde eine Realisierung der möglichen Schnellbahntrassen durch Kalbach der Wohn- und Lebensqualität in den betroffenen Ortsteilen „den Rest geben“.

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Brähler äußerte sein Unverständnis, dass der Regionalplan Nordhessen 2009 hinsichtlich der Bahnstrecke Frankfurt – Fulda klare Aussagen treffe, die heute anscheinend keine Berücksichtigung mehr finden (S. 123, Ziel 2): “Hierzu gehören ein Ersatzbau für den Schlüchterner Tunnel sowie Ausbauabschnitte bei Neuhof und Eichenzell – Kerzell. Südlich von Fulda sind die Neubauabschnitte mit der (geplanten) A66 zu bündeln.“ .… “Dabei ist der mehrgleisige Ausbauabschnitt südlich von Fulda soweit wie möglich zu nutzen.” Anm.: Ziele der Raumordnung sind nach § 3 Nr. 2 des Raumordnungsgesetzes verbindliche Vorgaben.

Wir machten deutlich, dass wir zwar durchaus die Notwendigkeit einer Verbesserung der Bahnverbindung von Fulda nach Frankfurt anerkennen würden, aber nicht auf Kosten von Kalbach und den dort wohnenden Menschen, da Kalbach bereits heute durch viele Maßnahmen in hohem Maße belastet sei.

Die beiden Bundespolitiker hörten den vorgetragenen Argumenten aufmerksam zu und baten weiterhin über das Verfahren von Seiten der Bürgerinitiative informiert zu werden.

Im Anschluss schauten sich die Bundespolitiker zusammen mit den Kommunalpolitikern die Örtlichkeiten an, die für eine geplante Trassenführung in Kalbach in Frage kommen könnten. Dabei wurde eindrucksvoll vor Augen geführt, wie massiv der Eingriff einer Brücke zwischen Niederkalbach und Neuhof sowie die weitere offene Trassenführung in Richtung Süd-West sein würde. Auch die Anbindung der geplanten Schnellbahntrasse am Hartbergtunnel wäre mit einem erheblichen, kaum vertretbaren Eingriff in die Landschaft verbunden.

Von Seiten der BI wurden die beiden Bundespolitiker um entsprechende Einflussnahme gebeten und darauf hingewiesen, dass wir unsere Einwände ihnen noch einmal schriftlich vortragen würden.

 

Erörterung mit Dr. Walter Arnold, MdL und stellv. Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, Vorsitzender des CDU Kreisverbandes Fulda, über eine mögliche Schnellbahn-Trassenführung durch Kalbach

Ebenfalls am 14.11.2016 ergab sich für den Vorsitzende der BI Jakob Brähler die Möglichkeit, Dr. Walter Arnold über die Gründung der BI und ihre Ziele zu informieren und den Standpunkt der Kalbacher zu erläutern. Dabei kamen auch die Festlegungen des Regionalplans Nordhessen 2009 zur Sprache. Es wurde verabredet, Dr. Arnold die Beweggründe der BI schriftlich darzulegen und darüber hinaus regelmäßig Kontakt mit ihm zu halten.

 

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